Projekt Gedächtnisraum

Um die Welt besser zu verstehen, muss man ihre Geschichte kennen.

– Daniel Seifert

Hintergrund

Die Geschichte der ehemaligen Jagdvilla „Schloss Hubertus“ des NS Verbrechers Göring, wurde bis heute nicht öffentlich bearbeitet. Man wollte damit verhindern, dass sie zu einer Pilgerstätte der Neonazis und Rechtspopulisten wird. Mit dem hier vorgestellten Projekt „Gedächtnisraum der Villa-Flaire“, will der Verein Laissez-Faire e.V. diese Umgangsweise ändern. Die Kultur- & Begegnungsstätte Villa-Flaire, wird einen Raum des ehemaligen Jagdschlosses zu einer Stätte des Gedenkens, Nachdenkens und Lernens machen.

In den 30er Jahren brauchte Nürnberg als Stadt der Reichsparteitage Übernachtungsmöglichkeiten für Besucher der Großereignisse und nutzte das große Gebäude am alten Kanal bis 1938 als Gästehaus. Nachdem der für 1939 geplante Reichsparteitag wegen des Überfalls auf Polen abgesagt war, machte Göring das 1930 entstandene Gästehaus mit einem Umbau ab 1940 zu seiner Jagdvilla. Am 31. Juli 1941 beauftragte Göring die sogenannte „Endlösung der Judenfrage“.

Ziele

Wie es der Überlebende des Holocaust Max Mannheimer sagt, sind WIR verantwortlich dafür, dass sich die Geschichte des nationalsozialistischen Deutschlands nicht wiederholt. Aufgrund seiner Geschichte trägt Deutschland eine besondere Verantwortung. Das NS-Regime mit seinen Menschheitsverbrechen und Vernichtungskriegen forderte Millionen Opfer. Ihrer zu gedenken und die Geschichte aufzuarbeiten, ist eine immerwährende Verpflichtung.

Diese Vergangenheit finden wir auch in dem ehemaligen Jagdschloss Görings wieder, auch in der Gemeinde Schwarzenbruck und sowieso in Nürnberg. Mit dieser Vergangenheit und die Zukunft im Blick, werden wir mit dem Gedächtnisraum unseren Beitrag dazu leisten, diese schrecklichen Zeiten mit aufzuarbeiten.

Umsetzung

Der Gedächtnisraum wird wie ein Arbeitszimmer/Wohnzimmer der 1930er Jahre ausgestattet werden. Schlicht und ohne Prunk soll der Gedächtnisraum schon beim Betreten einen Emotionswandel erzeugen. Neben einer Arbeitsfläche mit einem einfachen Stuhl, wird es Regale mit Büchern, Bildern und Infomaterial geben. Ein Bildschirm, der auf Wunsch Dokumentationen und von uns aufbereitetes Lernmaterial bereithält, soll ebenfalls vorhanden sein.

Eine Besonderheit dieser Gedenkstätte ist der Unterschied zu einer musealen Einrichtung/Ausstellung mit Besucherandrang. Einzelnen Besucher*innen soll es ermöglicht werden, sich in Ruhe reflektiv mit dem Thema auseinandersetzen zu können, um ohne Ablenkung für sich alleine Zeit zum Nachdenken und Gedenken zu haben. Minderjährige gehen in Begleitung eines erwachsenen Erziehungsberechtigten.

Zusätzlich finden Veranstaltungen und Informationsmaßnahmen statt: Geschichtsvorträge, Einladung Zeitzeugen, Lesungen, Vernissage „Entartete Kunst“ uvm.

Das Projekt soll aber nicht nur den Besucher*innen und Gästen der Villa-Flaire zur Verfügung stehen, sondern ebenso als pädagogisch wertvolle Einrichtung für Schulen und andere Bildungseinrichtungen dienen. Kooperationen stehen wir jederzeit offen und dankbar gegenüber!

Villa-Flaire Newsletter

Solltet ihr bei unserem bunten Kulturstreben regelmäßige Updates wünschen, tragt euch gerne in den folgenden Newsletter ein. Wir informieren euch über die Entwicklung des Projekts und kommende Veranstaltungen.

Ein Projekt des Laissez-Faire e.V.
www.LAISSEZ-FAIRE.org
Gefördert durch den Verband für Popkultur in Bayern e.V.
www.POPKULTUR.bayern
Unterstützt durch die Bunte Liste Schwarzenbruck
www.BUNTE-LISTE-SCHWARZENBRUCK.de

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